Hinter den Kulissen- Gaumenfreuden am Osterlager

Wie bereits in den letzten Jahren, galt es auch in diesem Jahr ein Ostertrainingslager für unsere Kinder und Jugendlichen zu organisieren. Ich hatte wieder die Ehre mich um die Verpflegung während der 4 Tage mit Frühstück, Mittag- und Abendessen kümmern zu dürfen.

 Wie kommt der Salzburger Turnverein eigentlich dazu dies selbst zu organisieren? Wäre es nicht einfacher die Speisen zuzukaufen, oder vielleicht sogar in einem Gasthaus zu konsumieren? Bei den ersten von unserem letzten Turnlehrer Jürgen Ruttinger organisierten und durchgeführten Lagern haben teilweise die Trainer gekocht, und es wurden auch Pizzen bestellt und gegessen. Der Aufwand war überschaubar, da in der Anfangsphase maximal 30 Kinder und 5 Trainer zu versorgen waren.

Über die Jahre ist die Teilnehmerzahl stetig gewachsen, sodass es den Trainer nicht mehr möglich war für die Verpflegung zu sorgen.  2023 standen die Verantwortlichen vor der Wahl, entweder wieder zu verkleinern oder sogar gänzlich abzusagen. Im Verein entstand die Idee, Eltern und Mitglieder zu bitten, uns hier zu helfen um weiterhin ein Ostertrainingslager veranstalten zu können. Es ist gelungen und die Teilnehmer und Trainer wurden von Jahr zu Jahr mehr. 2025 war ein Teilnehmerrekord, 60 Kinder, 10 Trainer und Betreuer galt es zu verköstigen.

Heuer wurde die große Anzahl an Teilnehmern nochmals übertroffen. Warum werdet Ihr euch fragen, sollte nicht die Anzahl an teilnehmenden Kindern und Jugendlichen begrenzt werden?

60 Turnerinnen und Turner sind doch schon eine riesige Anzahl! Aber zum Meldeschluss gab es die eine oder andere Ausnahme, meine Freundin ist auch am Lager und ich würde auch so gerne dabei sein, ich war letztes Jahr auch dabei und es war so lässig, oder ich bräuchte dringend eine Ferienbetreuung und noch viele andere Gründe.

So wuchs die Schar der zu Verköstigenden auf 68 Sportler, 14 Trainer und Betreuer. Eine leichte Überforderung bereitete mir doch ein paar schlaflose Nächte. Wie kann ich die Eltern und Helfer bitten, für 80 Personen zu kochen? Völlig unmöglich dachte ich, in meiner Küche zu Hause findet sich nicht genug Kochgeschirr für 20 Personen. Die einzige Chance bestand darin die jeweiligen Mittag- und Abendessen auf 2 Personen aufzuteilen und dies über unsere Hilfeapp „Helfereinsatz“ auszuschreiben. Nach zögerlichem Meldebeginn, 35 Mahlzeiten sind auch noch genug, haben sich doch Helfer gemeldet. Über die Jahre gibt es bereits einige Wiederholungstäter die nichts erschüttern kann und in diesem Jahr kamen einige neue Helfer und Köche die ins „kalte Wasser“ gesprungen sind dazu. Besonders möchte ich auch Erika Bach erwähnen, da sie mir jeden Tag in der Küche oder auch beim Einkauf geholfen hat.

Mit Unterstützung der Köche, Kuchenbäcker und Nachspeiselieferanten ist es gelungen, die Mägen täglich zu füllen. Die verschiedenen Speisen waren so köstlich, dass die Schlange für einen Nachschlag fast nie abreißen wollte.

Was ist der Lohn? Welchen Wert hat ein so großer Aufwand? Für mich ist er unbezahlbar. Ich konnte bei jedem Essen die Kinder beobachten, wie sie davor schon neugierig waren was es den wieder geben wird, wird es ihnen schmecken. Zusammen mit meinen Helfern die Speisen an die in der Reihe anstehenden Esser auszuteilen, zuvor am gemeinsamen Lied oder Spruch teilzuhaben und anschließend mit zufriedenen und satten Menschen eine Nachspeise zu genießen.


Dies ist mein Lohn und ich erinnere mich an die Lager aus meiner Kindheit und Jugend. Ich hatte so viel Spaß und kann hier einen kleinen Teil davon zurückgeben.

Im Namen der Kinder, der Trainer und Betreuer, der Eltern und ganz im Besonderen in meinem Namen danke ich für die Unterstützung. Ich hoffe, dass das Ostertrainingslager noch viele Jahre durchgeführt wird und ich weiterhin ein Teil davon sein darf.

Gut Heil

Euer Hallenwart (und Küchenhilfe)

Edgar Haunsberger



Hier sind meine Helfer und die Gerichte:


Zur Mittagszeit am Montag gab es 2 Arten von Spätzlen, eine mit Tomatensoße die andere als Käsenocken. Zubereitet von Alice Barry-Cerny und Erika Bach. Nachspeise Zitronenmuffins, Schokokuchen und Bananen von Ilona Tittel und Angelika Stenico.


Abends hatten wir Spaghetti Bolognese mit und ohne Fleisch zubereitet von Brig Angerer sowie Anette Lill-Rastern und ihrem Ehemann. Die Nachspeise aus Schokomuffins, Brownies und Naturjoghurt lieferten uns Kristina Huber und Christelle Danger-Malbezin.

Familie Binder versorgte uns am Dienstag zu Mittag mit gekochtem Reis, einmal mit Tomatensoße und einmal als Reis-Gemüsepfanne.  Als Nachspeise hatten wir Blechkuchen mit Vanilleeis und Bisquit-Roulade von Natalie Brennsteiner und Akemi Hoschi.

Patrik Lüftenegger und sein Sohn zauberten in der Turnhallenküche Chilli mit und ohne Fleisch, dazu gab es Baguette. Die Nachspeise durfte auch nicht fehlen und wurde von Christelle Danger-Malbezin und Natalie Brennsteiner in Form von Apfelmuss und Muffins geliefert.

Am Mittwoch zu Mittag hatten wir zwei verschiedene Gerichte. Einmal Kaspressknödel in der Suppe oder mit Salat und ein Kartoffelgulasch, zubereitet von Anna Gläser und Sigrun Wallner. Hier war die Verteilung sehr spannend. Wer wird was essen? Wie groß sollten wir die Portionen bei der Verteilung machen, dass jeder der möchte Gulasch oder Knödel bekommen wird. Gefühlt hat jeder Beides gegessen und es war fast nichts übrig. Eine Nachspeise durfte auch nicht fehlen, es gab Linzertorte und Bananenschnitte von Sigrun Wallner und Veronika Berkenhoff.

Als Abendessen gab es Brote mit Aufstrichen von Veronika Berkenhoff, das restliche Kartoffelgulasch, etwas Chili und Gemüsereis vom Vortag. Natürlich durfte die Nachspeise nicht fehlen und wir hatten Joghurt mit frischen Früchten und Kuchen von Veronika Berkenhoff und Lida Angerer.

Am letzten Tag haben Erika Bach und Ingrid Eichberger in der STV-Küche Putengeschnetzeltes mit Reis und Ofenkartoffel gekocht und gebraten. Als Nachspeise gab es Kuchen von den Vortagen.

Alle Speisen und Nachspeisen waren vorzüglich, wobei die Reihenfolge der Nachspeisenverteilung nicht ganz entspricht, da mir hier der Überblick verloren ging.

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